Das ist ja Masche! Hier dreht sich alles um den Stoff, der für die Region lange eine herausragende Rolle gespielt hat. Zu entdecken gibt es Handkulierstühle, Strickmaschinen, eine Malimo 500 und eine faszinierende Vielfalt an Textilien vom Seidenstrumpf, über Schneidhandschuhe bis zum Malimo-Trockentuch.
Die Textilherstellung prägte die Entwicklung des ehemaligen Rittergutsdorfes derart, dass die Ortsgeschichte Limbach-Oberfrohnas nicht von der Industriegeschichte zu trennen ist. Das Museum befindet sich in einem Fabrikbau, der ab 1854 von Traugott Reinhold Esche als Strumpffabrik errichtet wurde. Mit dem Namen und in der Ausstellung ehrt es eine Familie, die über sieben Generationen die Wirtschaftsgeschichte als Wirker, Kaufleute, Verleger, Unternehmer und Fabrikanten mitbestimmten. Hier kann man eintauchen in ein Limbacher Strumpfwirkerleben vor 250 Jahren und die authentische Atmosphäre einer Fabrikhalle des 19. Jahrhunderts mit ratternder Transmission, die Rundkulier- und Rundstrickmaschinen antreibt, erleben. Nicht nur als Handschuhexportweltmarktführer (um 1900) oder die erstmalige Verarbeitung von Kunstseide erlangte Limbach-Oberfrohna weltweit Bedeutung, auch die Entwicklung des Nähwirkverfahrens Malimo durch Heinrich Mauersberger fand hier statt.
Das Museum bietet ein umfangreiches Programm zum textilen Mit- und Selbermachen an. Dafür steht eine modern eingerichtete Werkstatt, das Esche LAB, zur Verfügung.
Zudem wird die Modellbahnsammlung Ziemert präsentiert: Gezeigt werden Modelle und Zubehör aus der Zeit zwischen 1945 und 1965, die in der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR hergestellt worden sind. In ihrer Vollständigkeit ist diese Privatsammlung, die vor einigen Jahren dem Museum übereignet wurde, einmalig.
- Esche-Museum
09212 Limbach-Oberfrohna
Autor
Julia Keller
Organisation
Tourismusverband Chemnitz Zwickau Region e. V.